Tag der offenen Tür in der Praxis Unisana                                     Samstag, 16. April, 11.00 bis 16.00 Uhr

Achtsamkeit, Entspannungstechniken, Ernährungs- und Gesundheitsberatung, Homöopathie, Jobcoaching, Meditation, Paarbeziehung, Shiatsu, Spagyrik, Systemische Aufstellung uvm.

Mehr unter: www.unisana-koeln.de

Anmeldung ist nicht erforderlich, der Besuch ist kostenlos. Wir freuen uns auf Sie!!!


Verschiedene Informationen


Die Phasen einer Beziehung


Wir alle haben das Bedürfnis nach Nähe, Beziehung und Liebe, das ist zutiefst menschlich. Diese Sehnsucht lässt uns, überwiegend unbewusst, Ausschau halten nach einer Partnerin, einem Partner.

Glauben wir, die passende, den passenden Partner gefunden zu haben, beginnt ein Prozess.

Die Liebesbeziehung zwischen zwei Menschen - aus Ich und Du wird ein WIR!!! Das sind meist die wunderbaren Anfänge. Jeder dieser Beziehungen ist einer immerwährenden Dynamik unterworden und Veränderung ist vorprogrammiert.

 

Zunächst beginnt die Phase der Verliebtheit und Verschmelzung. Die zwei Menschen sind sich so nahe, wie möglich, sie suchen sich immer wieder, verbal und körperlich. Sie reden viel miteinander, sind neugierig, wollen sich kennenlernen und so oft und so viel wie möglich sehen. Die Vorstellung, dass alles, was man an dem anderen kennenlernt genau so sein könnte, wie man es sich immer gewünscht hat, verursacht die bekannten "Schmetterlinge im Bauch". Das Bedürfnis nach Nähe und Zweisamkeit ist nahezu unerschöpflich und Aspekte wie Selbstbestimmung oder Eigenständigkeit spielen in dier Phase fast gar keine Rolle.

 

Beide Partner sind in dieser ersten Phase sehr daran interessiert, sich attraktiv darzustellen, um den anderen zu gewinnen und an sich zu binden. Dabei werden u.U. eigene Interessen, Bedürfnisse, Hobbies usw. freiwillig vernachlässigt, und es wird sogar gegen die eigenen Gewohnheiten und Vorstellungen gehandelt.

 

Irgendwann ist die Zeit des Verliebtseins vorbei. Der Zeitpunkt ist in jeder Beziehung unterschiedlich und sogar bei dem jeweiligen Partner kann der Zeitpunkt ein anderer sein. Nun kehrt der Alltag in die Bezieung ein, der Partner wird nicht mehr durch die rosa Brille gesehen, sonder als Mensch mit Eigenheiten, Stärken, Schwächen und Macken, die uns nun auch stören können. Das Kennzeichen dieser Phase ist der Streit, die ersten ernsteren Konflikte finden statt, und die Phase des Widerstandes gegen die Verschmelzung beginnt.

 

Oft sind die Menschen der Ansicht, dass, wenn ein Streit entsteht, irgendwas schief gelaufen, und die Beziehung am Ende ist. Sicher, wenn der Streit ein permanenter Zustand ist, ist es eine berechtigte Frage, ob es zusammen weiter gehen soll. Aber Streit an sich ist kein Kriterium für eine misslungene Beziehung. Das ist erst der Fall, wenn für alle Beteiligten kein zufriedenstellender Ausweg mehr aus dem Konflikt gefunden wird. Streit ist ein Ausdruck für das Lebendige in einer Beziehung, gedarf aber der Bearbeitung und Zeit, die die Partner sich manchmal nicht dafür nehmen.

 

Nun beginnt die Phase der Distanzierung und Autonomie. Jetzt geht es darum, dass sich jeder wieder auf seine Eigenständigkeit zurückbesinnt. Nach der Zeit der intensiven Nähe, dem sich anschließenden Auseinandersetzen, folgt jetzt die Weiterentwicklung und Reifung der Beziehung. Eigene Interessen und Hobbies werden wieder sichtiger, eigene Themen gewinnen an Bedeutung. In dieser Phase geht es um die Ausgewogenheit von Nähe und Distanz innerhalb der Beziehung und um die Identität als Paar. Die Partner müssen innerhalb der gewünschten Gemeinsamkeit Grenzen ziehen, sich als Individuum weiter entwickeln können, und gleichzeitig das WIR-Gefühl immer wieder stärken. Dies ist ein dauernder und immer wiederkehrender Prozess.

 

Das bringt immer wieder Veränderung mit sich und führt in die nächste Phase der Wiederannäherung. Sich aus der Distanz anzunähern macht wieder neugierig und ist spannend und belebend für die Beziehung. Aus der Distanz kann Sehnsucht und das Vermissen des anderen erwachsen. Dadurch, dass der Partner wieder mehr seinen eigenen Interessen nachgeht, wird er neu erlebt mit ungekannten Seiten und Fähigkeiten. Das wirkt wieder anziehend auf die Partnerin, den Partner.

 

Danach folgt die Phase des Ankommens, des sich Zu-Hause-Fühlens in der Beziehung. Das gemeinsame Durchleben der verschiedenen Phasen und Krisen lässt das Paar reifen, die Beziehung ist stabil und gefestigt.

 

Das darf jetzt aber nicht so verstanden werden, dass alle Phasen hintereinander durchlaufen werden und dann ist gut. Es auch ist so, das Phase 1 für die Jugend und Phase 5 für das Alter gedacht ist. Die Paarbeziehung unterliegt der Dynamik des Wechsels, d.h. dass im Laufe der Beziehung das Paar immer wieder von der einen in die andere Phase eintaucht, vorwärts und zurück geht. Auch die Verweildauer in den einzelnen Phasen kann sowohl von Paar zu Paar, als auch innterhalb der Paarbeziehung ganz unterschiedlich sein. Auch darin liegt ein Teil der Herausforderung als Paar.


Anregungen für einen veränderten Blick - Wie stärke ich unsere Paarbeziehung???


Die dunkle Jahreszeit führt manchmal dazu, dass sich auch unsere Perspektive auf unsere Paarbeziehung "verkunkelt", was dazu führen kann, dass wir mehr die Dinge wahrnehmen, die nicht gut laufen und einen weniger guten Zugang zu unseren Ressourcen und Fähigkeiten haben. Diese brauchen wir aber, wenn wir Veränderungen herbeiführen wollen.

Ich nenne diesen Bereich der eigenen Fähigkeiten das "Lösungsland". Jeder selbst kennt am besten sein Lösungsland und hat auch den allerbesten Zugang zu diesem Ort, wo wir Ideen für Veränderung und Stärkung entwickeln können.

 

Dahin können wir versuchen zu gehen, indem wir uns an eine schöne Situation, einen schönen Moment, den wir mit unserer Partnerin, unserem Partner erlebt haben, erinnern. Was war zu sehen, was zu riechen, zu schmecken, zu hören? Was war da für ein Gefühl?

 

Wenn wir diesen Moment gut wahrgenommen haben, können wir uns die Fragen stellen:

- was war schön für mich an diesem Moment?

- was kann und will ich davon in den Alltag, ins Hier und Jetzt transportieren?

- wie kann ich dies umsetzen, was kann ICH dafür tun?

 

Vielleicht können wir wahrnehmen, wie sich unser Blick auf die Partnerin, den Partner und unsere Beziehung verändert hat. Mit den Antworten können wir den ersten Schritt planen, am besten gleich für Morgen!!!

 

KOMMUNIKATION - einfach und nicht leicht


Wir kommunizieren alle, immer und dauernd, vom ersten Augenblick unseres Lebens an. Dabei ist Kommunikation nicht nur der verbale Austausch von Informationen. Der allergrößte Teil unserer Kommunikation spielt sich unbewusst ab, und nur der geringste Teil bezieht sich auf das gesprochene Wort und die Information. Die echte Information liegt oft in der Betonung, in der Stimme, in der Gestik und Mimik, in der Geschwindigkeit des Sprechens usw.

 

Friedemann Schulz von Thun hat dies in dem "Vier-Ohren-Modell" dargestellt. Es besagt, dass jede meiner Äußerungen immer vier Botschaften gleichzeitig enthält, ob ich das will oder nicht. Es gibt immer eine Sachinformation, eine Selbstkundgabe, einen Beziehungshinweis und einen Appell. Und dabei sind beide, Sender und Empfänger, für die Qualität der Kommunikation verantwortlich.

 

Unmissverständliche Kommunikation in unserem Alltag ist eher der Idealfall und nicht die Regel. Dafür, finde ich, funktioniert es dennoch erstaunlich gut!

 

Daraus ableiten lässt sich das bekannte Axiom von Paul Watzlawick: "Ich kann nicht nicht kommnizieren." Alles, was ich sage, handle, denke, fühle, blicke, alles, was sich in meiner Körperhaltung ausdrückt oder eben nicht, ist KOMMUNIKATION.

 

Neben der Kommunikation mit einem Gegenüber, gibt es auch die Kommunikation mit mir selbst - den INNEREN DIALOG. Auch dabei gilt die Aussage Watzlawicks. Alle bewussten und unbewussten, alle körperlichen und seelischen Abläufe in mir sind Kommunikation. Das stellt für mich die Basis aller Kommunikation dar: wie nehme ich mich wahr, mein eigenes Erleben, meine Gefühle, meine Bedürfnisse und wie teile ich diese mit, wie sende ich sie an mein Gegenüber?

 

Um meinen inneren Dialog besser wahrnehmen zu können, ist es hilfreich, mit meinem Körper in Kontakt zu gehen. Der Körper ist immer im Hier und Jetzt, der Kopf kann in die Vergangenheit oder Zukunft gehen, aber der Körper ist immer im Hier und Jetzt. Die Gewahrwerdung des Atems, die Übung, sich immer wieder auf den Atem zu focussieren, kann mir helfen, mich im Hier und Jetzt auf meinen inneren Dialog zu besinnen. Die Wahrnehmung der eigenen Gefühle, Bedürfnisse und Gedanken wird dadurch gesteigert und ich komme immer mehr zur Ruhe - die Achtsamkeit für mich wird immer besser und mit der Gewahrwerdung meiner Gefühle und Bedürfnisse werde ich klarer in der Kommunikation zu meinem Gegenüber: was brauche ich, was will und was nicht? Damit übernehme ich Verantwortung für mich und das allein kann schon die Kommunikation klarer werden lassen und eine Lösungsfindung erleichtern.

 

 

 

 

Gestalt - was ist das eigentlich?


Der Begriff "gestalten" rührt daher, dass jeder Mensch das, was er wahrnimmt, im Prozess dieser Wahrnehmung gestaltet. Dieser wahrgenommene Moment, dieses Bild, diese Erfahrung, stellt eine "Gestalt" dar. "Gestalt" beschreibt einen dynamischen Prozess, der sich daher immer in Bewegung und Veränderung befindet.

 

Bei der Gestalttherapie geht es nicht darum, objektive Wahrheiten zu finden, sondern um den Kontakt zwischen den Menschen und der Wahrnehmung dessen, was ist, im Hier und Jetzt. Die Gestalttherapie ist ein ganzheitlicher Ansatz, der im Kontakt stattfindet und nicht lösungsorientiert ist. Den Antriebsmotor bildet hierbei u.a. die Neugier aller Beteiligten. Ganzheitlichkeit definiere ich als den ganzen Menschen sehend, mit seiner Leiblichkeit, seinen Emotionen, Defiziten und Ressourcen, seiner Umgebung und seiner Geschichte.

Schon allein durch die Akzeptanz der Gefühle in der jeweiligen Situation im Hier und Jetzt, kann eine Veränderung beim Menschen eintreten. Dies wird benannt als paradoxe Theorie der Veränderung.

 

Hierbei unterstütze ich als Therapeutin durch den gemeinsamen Kontakt, das Gespräch, den Dialog. Das Ergebnis dieses Dialogs kennt niemand im Vorfeld, auch nicht ich, als Therapeutin. Der Therapeut ist dabei gleichgestellt mit dem Anderen, ihm partnerschaftlich verbunden und nicht allwissend. Diese wertschätzende Haltung ist mir als Therapeutin dabei sehr wichtig.

 

Der zentrale Gedanke in der "Gestalt" ist die Bewusstheit. Was weiß ich von mir, was nehme ich wahr, was lasse ich zu und was verdränge ich und was läuft damit völlig unbewusst und nicht steuerbar ab? Was ich aber nicht bewusst habe, kann ich auch nicht verändern bzw. entscheiden, ob ich es beibehalten oder verändern möchte. In der Gestaltarbeit geht es darum, die eigene Gefühlswelt, die Befindlichkeit, die Bedürfnisse erlebbar und erfahrbar zu machen. Dann wird es möglich, in einen wirklichen Kontakt mit dem Anderen zu kommen und Veränderungen für das eigenen Leben umzusetzen.

 

Hierbei verwendet die Gestalttherapie keine bestimmten Techniken. Um diese Wahrnehmung zu aktivieren und zu differenzieren, sind alle kreativen und experimentellen Möglichkeiten erlaubt. Immer soweit, wie es dem Menschen möglich ist und gewünscht wird.

 

Dadurch wird die "Gestalt" lebendig und wächst immer weiter, da sie für alle kreativen Möglichkeiten offen ist, und von den Menschen lebt, die Hier und Jetzt im Kontakt sind.

 

 

 

 

Das Wichtige an der Gestalt für mich


Arbeiten als Gestalttherapeutin bedeutet für mich, dass ich Menschen unterstütze und begleite, die sich in einer Situation befinden, die sie so nicht weiterführen wollen und aus der sie einen Ausweg suchen. Diese Menschen haben vielleicht einige ihrer Fähigkeiten verloren oder verdrängt, und in der Zusammenarbeit gilt es, diese wieder zu beleben, ins Bewusstsein zu holen oder sich von ihnen zu verabschieden. Wichtig dabei für mich ist, dass ich diese Lösung weder kenne, noch vorgebe.

 

Die Suche und die Veränderung finden im Dialog statt, und alle Beteiligten sind eingeladen, teilzunehmen und mit zu gestalten. Die Wahrnehmung im Hier und Jetzt bildet immer wieder den Ausgangspunkt. Es finden keine Bewertungen der Lösungen statt. Allein der jeweilige Mensch entscheidet über Sinn oder Unsinn eines Weges, einer Lösung oder Nichtlösung. Die vermeintliche Lösung liegt dabei nicht immer in einer Veränderung, die Erkenntnis kann auch darin liegen, dass die bisherige Situation doch die bestmögliche darstellt. Die bewusste Entscheidung für oder gegen eine Situation oder Verhalten ist das ausschlaggebende.

 

Verhaltensmuster, die unbewusst vollzogen werden, entziehen sich einer konkreten bewussten Auswahl. Durch Verbesserung der Wahrnehmung in der Zusammenarbeit mit dem Menschen, versuche ich als Therapeutin, das Unbewussste ins Bewusstsein zu holen und diesem zum Ausdruck zu verhelfen. Dann darf der Mensch entscheiden, wie er mit dieser Erkenntnis weiter umgehen möchte.

 

Dabei behalten alle Beteiligten ihre Eigenverantwortung und versuchen in einem kreativen Miteinander, das in seiner gegenseitigen Haltung respektvoll und wohlwollend ist, Bewusstheit zu erlangen.

 

Meine Neugier und meine Freude an dem Kontakt zu anderen Menschen, sind für mich meine Motivation, als Therapeutin tätig zu sein und die Menschen unterstützen zu dürfen.